StreetKa

Der Streetka lockt
für wenig Geld

Die Tage werden länger, die Nächte lauer und die Sonne scheint immer öfter. Der Sommer steht dierekt vor der Türe. Und mit ihm eine Reihe neuer Spaßmobile, die Frischluftfanatikern mit einem geringen Geldbeutel zu Gute kommen. Einer dieser Vertreter ist der neue Ford Streetka: 16 990 Euro kostet der Einstieg in den von Pininfarina designten Roadster.

Wer zur Spaßgesellschaft dazugehören will, sollte sich Fords kleinen Flitzer genauer anschauen. Der Streetka kommt auf der Plattform des altgedienten Kleinwagens Ka daher, der bei seiner Präsentation als erster Vertreter von Fords New Edge-Design für Furore sorgte. Und auch die Cabrio-Variante ist ein echter Hingucker geworden: Klar, dass das Design nun spritziger wirkt. Der Streetka hat eine tief heruntergezogene Frontschürze bekommen die integrierten Nebelscheinwerfer wirken wie eine optische Verlängerung der Frontscheinwerfer. Gut sieht das aus. Regelrecht pausbäckig wirkt der Streetka von der Seite: Die Radhäuser sind ordentlich ausgestellt, so dass der Eindruck entsteht, der Wagen sei eine Nummer größer. Doch der Schein trügt: In Innern erinnert alles an den Ka einzig silberne Details wie Lenkradspeichen, Schaltknauf oder die Umrandung der Analoguhr in der Mitte der Armatturenbretts machen den unterschied aus. Der Streetka ist ein reiner Zweisitzer und verfügt hinter den Kopfstützen über lebensrettende Überrollbügel. Die Bügel sind starr und schießen nicht etwa wie beim New Beetle Cabriolet im Ernstfall hinaus. Der Optik schaden die Überrollbügel nicht. Im Gegenteil: Gerade bei einer dunklen Lackierung stechen die alufarbenen Bügel wohltuend ins Auge. Als 1,85 Meter großer Mensch hat man ausreichend Platz selbst die Kopffreihiet ist bei geschlossenem Verdeck nicht eingeschränkt. Im Vergleich zum Peugeot 206 CC steht die Frontscheibe einen Tick steiler. Vorteil: Großgewachsene Insassen haben die Stirn nicht im Fahrtwind stehen. Zwischen den Sitzen, deren Auflagefläche etwas größer sein könnte, befindet sich zum Heck hin ein abschließbares Ablagefach. Ein nettes Detail, um Kleinigkeiten vor Langfingern wegzuschließen. Was die Optik  und womöglich auch die Sicherheit bei einem Crash  stört, ist das nur spärlich mit Gummi verkleidete Dachgestänge: Gefährlich nahe an der Schläfe stehen die Verdeckeisen. Um das Stoffverdeck zu schließen oder zu öffnen muss man Hand anlegen: Die Verschlusshebel über den Sonnenblenden umlegen, aussteigen, die “Kapuze” zusammenfalten und im elektrisch öffnenden Verdeckkasten verstauen. Eine Fummelei mit einer Persenning wie bei einem Mazda MX 5 oder MG TF ist zum Glück nicht nötig.

Angetrieben wird der kleine Flitzer von einem 95 PS starken 1,6 Liter-Vierzylinder. Da der Streetka nur 1078 Kilogramm wiegt, gibt sich der Roadster nicht untermotorisiert. Im unteren Drehzahlbereich ist der kleine Ford recht spritzig. Doch im oberen Drehzahlbereich fehlt dem Streetka ein wenig der Biss. Aber egal: Der Sound ist einfach genial vor allem im Schiebebetrieb klingt der Motor richtig tief und voluminöser als er eigentlich ist.

Fazit: Wer sich an billig anmutendem Plastik im Interieur und der lieblosen Filzverkleidung im Koffeeraum nicht stört, findet mit dem Streetka eine hübsche Begleitung durch den Sommer.

Alexander Stärk

Juli 2003

[Start] [Kontakt] [Pkw] [Audi] [BMW] [Ford] [Hyundai] [Land Rover] [Maserati] [MG Rover] [Opel] [Porsche] [Skoda] [Reise] [Neuigkeiten] [Reifen]