Freelander 2

Freelander 2 greift BMW X3 & Co an

Land Rover schickt Erfolgsmodell in zweite Runde

Schwalbach. Autos werden immer teurer, vor allem neue Modelle. Sollte man jedenfalls meinen. Aber: Land Rover verspricht nun mit der Einführung des „Freelander 2“ einen Preisvorteil von 1.690 Euro gegenüber dem Vorgänger.

Wie dies möglich ist? „Nun, beim Vorgängermodell mussten wir zumindest die Basismotorisierung teuer bei einem Fremdhersteller einkaufen“, erklärt Andrea Leitner-Garnell, Pressechefin der Land Rover Deutschland GmbH. Dies sei nun nicht mehr nötig: Mit dem 2,2 Liter großem Vierzylinder Dieselaggregat in der Basisausstattung TD4 E kostet das Premium SUV („Sports Utility Vehicle“) 30.900 Euro. Und als Schmankerl für Fans der fast 60-jährigen britischen Offroad-Marke dürfte Folgendes gelten: der Dieselmotor kommt im Freelander 2 zu seinem ersten Einsatz innerhalb des Ford-Konzerns, zu dem neben der Kernmarke Ford auch Land Rover, Jaguar, Volvo und Aston Martin gehören.

Der Basispreis von 30.900 Euro hört sich nach viel an. Und angesichts des eigenen Premium-Anspruchs („Solide, modern, hochwertig. Wir bieten das einzige Premium-SUV mit echten Offroad-Qualitäten“, sagt Andrea Leitner-Garnell) muss der Freelander on- wie offroad überzeugen.

Mobiles-und-mehr.de nutzte die Gelegenheit, eines der Vorserienmodelle zu testen. Gleich beim Platz nehmen in erhöhter Sitzposition wird klar: Hier fühlt man sich gut aufgehoben und wohl. Okay, die Haptik der Armaturentafel sowie der Türverkleidungen ist im Freelander nicht unbedingt Land Rovers Paradedisziplin. Hochwertig anmutende Innenräume können andere besser konstruieren. Billig fühlen sich die Materielien nicht an – aber dennoch fehlt das gewisse Etwas. Dieses Besondere spürt man aber gleich beim Anlassen des Motors: Erst einmal den flachen Plastik-„Schlüssel“ in den schmalen Schlitz neben das Lenkrad gesteckt, die Bremse getreten und dabei auf den Zwei-Euro-Stück großen Anlasserknopf gedrückt. Und schon dieselt das Zwei-Tonnen-SUV vor sich hin – nicht aufdringlich, aber dennoch vor allem bei Drehzahlen ab 2.000 kernig-kraftvoll präsent. Wahlweise kann der Freelander mit 6-Gang manuellem Getriebe oder 6-Gang-Automatik (2.150 Euro Aufpreis, ab Mitte 2007) mit so genannter „CommandShift“, d.h. manuelle Gangwechsel per Antippen geordert werden. Ob man den Gelände- und Straßenzwitter lieber mit der Hand oder gelassen per Automatik fortbewegt ist eine Frage des Geschmacks. Saubere Gangwechsel sind mit beiden Varianten möglich.

Das subjektive Sicherheitsempfinden wird durch die serienmäßigen Sicherheitssysteme wie ABS, dynamische Stabilitätskontrolle (DSC), elektronischer Bremsassistent (EBA), elektronische Bremskraftverteilung (EBD), elektronische Traktionskontrolle (ETC), Kurvenbremskontrolle (CBC) oder Wankneigungskontrolle (RSC) inklusive verbessertem Überschlagschutz unterstützt. Logisch, dass die bereits 1997 mit dem Freelander eingeführte Bergabfahrkontrolle (HDC) wieder mit an Bord ist: Bei steilen Abfahrten im Gelände braucht man nichts weiter zu tun, als im 1. Gang die Hände am Lenkrad zu lassen und sich auf den Weg zu konzentrieren – Abbremsen, Wegnehmen von Drehzahl übernimmt die Elektronik. Neu ist nun im Freelander 2 die optionale Berganfahrhilfe, die weniger geübten Fahrern den Schrecken des Zurücklaufens des Fahrzeuges oder gar Abwürgen des Motors beim Anfahren im Berg nimmt.

Die Nase vorn in Sachen Geländegängigkeit hat das neueste Produkt aus dem Hause Land Rover auch durch das erstmals in dieser Fahrzeugklasse angebotene „Terrain Response“-System: die vier Programme „Normal“, „Gras/Schnee“, „Schlamm“ und „Sand“ steuern situationsangepasst das erforderliche Zusammenspiel von Drehmoment und Traktion. Über einen Drehschalter in der Mittelkonsole kann man das gewünschte Programm wählen. Alle Freelander-Varianten verfügen über einen intelligenten permanenten Allradantrieb samt elektronischer Haldex-Kupplung.

Bereits die Basis TD4 E verfügt etwa über Klima- und Alarmanlage, CD-Spieler, elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegeln, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Start/Stopp-Taste für den Motor, MP3-Anschluss oder Leichtmetallfelgen. Sieben Airbags gehören zu der eingangs erwähnten Sicherheitsausstattung.

Bei der Ausstattung haben Freelander-Kunden die Wahl zwischen den vier Ausstattungsvarianten E, S, SE und HSE. Während die E-Basisversion nur mit dem neu entwickelten 112 kW (152 PS) starken 2,2-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit Rußpartikelfilter kombiniert werden kann, besteht bei den übrigen Modellvarianten die Wahl zwischen dem Turbodiesel und dem gleichfalls neuen 3,2-Liter-„i6“-Reihensechszylinder-Benziner mit 171 kW (233 PS).

Ab dem 5. Mai wird der Freelander 2 an Kunden ausgeliefert. Bis dahin sind Probefahrten mit Vorführwagen bei Händlern möglich.

Alexander Stärk

März 2007

[Start] [Kontakt] [Pkw] [Audi] [BMW] [Ford] [Hyundai] [Land Rover] [Maserati] [MG Rover] [Opel] [Porsche] [Skoda] [Reise] [Neuigkeiten] [Reifen]